Sail Away

 
28Sept
2013

Endstation

Mein Ziel ist erreicht. Wir sind seit 2 Tagen in Vilamoura. Heute ist für mich der letzte Tag auf der Polaris, morgen früh geht der Flieger über Liverpool nach Berlin. Ich werde die nächsten Tage die Zeit finden, ein ausführliches Resumé über die Zeit zu schreiben und Bilder, Videos etc. zu verarbeiten, hochzuladen und euch zu zeigen. Das war auf Grund der meist schlechten Internetverbindung unterwegs nur bedingt möglich. 

Bis dahin, fühlt euch gedrückt! 

21Sept
2013

La Coruna-Lissabon

Hallo aus dem 30°C warmen Lissabon :)

Von La Coruna führte uns unser Weg vorbei an der spanischen Küste in eine schöne Ankerbucht bei San Francisco (Spanien), wo wir 21 Uhr Ortszeit ankamen. Die Nacht verlief ruhig und ohne Ankeralarm. Am nächsten Tag weiter nach Baiona, wo einst Kolumbus mit seiner Pinta (der Nachbau liegt noch vor Ort) nach seiner Reise ankam. Dort veweilten wir einen weiteren Tag. Nicht zuletzt wegen der doch etwas lang gewordenen Nacht in einer spanischen Bar. Wir verbrachten den Tag unter anderem mit einem Angelversuch, der fehlschlug. Die Fische standen nicht auf Brot.Ausgeschlafen liefen wir am nächsten morgen bei feinstem Wetter aus, der Haken war jedoch, dass der Wind fehlte. Also unter Motor geschippert. Highlight des Tages (und auch der nächsten Tage) waren ganze Delphinschwärme die uns lange Zeit begleiten und mit Höchstgeschwindigkeit unter unserem Bug hin und her kreuzten und sprangen. ... ...

Erneut im dunkeln erreichten wir Figuera da Foz, ein toller Hafen, allerdings wurden wir an den A**** der Welt verfrachtet, so dass der Weg zum Hafengebäude und somit zu Toiletten und Duschen einige Zeit in Anspruch nahm. Der nächste Hafen von Peniche bot uns allerdings eine noch größere Enttäuschung, wenige Plätze, dreckig, ungepflegt, so dass wir es vorzogen uns die Hafengebühr zu sparen und vor dem Hafen zu Ankern. Starker Wind in der Nacht und die Erfahrung aus der Themse, wo sich der Anker Nachts gelöst hatte, ließen mich nicht ruhig schlafen. Zweimal ging in dieser Nacht wieder der Ankeralarm an, was wohl diesmal an dem schlechten GPS Empfang lag. Nach Cascais ging es bei trübem Wetter am nächsten Morgen los. Jochen erklärte uns zum Zeitvertreib wie man mit einem Sextanten umgeht. Der Autopilot tat das übrige. Je näher wir Cascais kamen, umso wärmer wurde es. Und ich bekam einen Temperaturschock, als ich im Ölzeug bei 30°C zum Anlegen auf dem Boot rumhüpfte. Wir hatten einen wunderschönen Abend in der noch schöneren Altstadt von Cascais, ohne Jacke! Absolutes Highlight, das war bisher auf unserer Tour noch nicht vorgekommen. Und nun sind wir in Lissabon, hier ist das Wasser wieder beige statt tiefblau, es ist laut und stinkt nach Stadt. Eigentlich waren hier zwei oder drei Tage Aufenthalt geplant, wir sind uns aber einig, das ganze auf den heutigen Tag zu beschränken. Lissabon an sich ist eine schöne Stadt mit vielen kleinen Gassen und unzähligen Restaurants. Abenteuerlich sind die Beförderungsmethoden. Es gibt eine Expressstraßenbahn, etwa 5 Meter lang, uralt, der Fahrer nimmt keine Rücksicht auf Verluste. Amüsant war es allerdings. Heute ist wieder Zeit für den inzwischen zur Routine gewordenen Crewwechsel und die Chaosbeseitigung auf der Polaris. Jochen und Gero bleiben noch bis morgen, Olli hat uns heute bereits verlassen und ist auf dem Weg zurück in die Schweiz. Es war eine tolle Zeit mit euch, wir haben die Biskaya bezwungen und 750 gemeinsame Seemeilen hinter uns! :)

Der traurige Teil ist, das nun auch für mich die letzte Etappe beginnt und nächste Woche Sonntag in Faro der Crewwechsel mich mit einschließen wird und es zurück ins kalte Deutschland geht...

14Sept
2013

Biskaya (Brest-La Coruna)

Nach dem das Boot in Brest klariert und betankt war, zogen wir uns erst einmal Vollzeug an. Denn bei der Ausfahrt vor dem Du Chateau regnete es zur Begrüßung sehr stark. Kurz darauf setzen wir die Segel und kreuzten entlang der Steilküste raus auf die Biskaya. Mit der neuen Crew machten wir ein paar Manöver und übten das Kurshalten. Wir waren alle sehr gespannt, was uns in der Biskaya erwarten würde. Der Start lief super. Der Wind wehte Anfangs mit ca. 5 Windstärken und lies später aber nach. Die erste Nacht zog heran, unseren zwei Seekranken ging es inzwischen Gott sei Dank wieder etwas besser. Unter klarem Himmel und relativ milden Temperaturen zogen wir unsere Bahnen durch die See.

Am nächsten morgen motzen sich zwei Segler wegen Kursänderungen über Funk an. Einer trieb auf der 1000 Meter Kante und angelte. Der andere kapierte das nicht und verstand die durch Wind und Strom verursachten Kursänderungen als Provokation. Das war so, als würden die beiden sich am Gartenzaun streiten. Ein sehr amüsantes Schauspiel. Um 05:00 Uhr schlief dann der Wind zeitweise ein, so dass wir unter Motor und Großsegel als Stütze weiterfahren. Um 08:00 Uhr am Morgen kamen einige Delfine zu Besuch. Eine willkomme Abwechslung!

...

Die Crew hat sich gut in den Wachplan eingespielt. 4 Stunden Wache, 4 Stunden schlafen. Man kann sich jedoch sehr glücklich schätzen, wenn man die Zeit dann auch schlafen kann. Im Boot scheppert es durch den Seegang und wenn du nicht eine ausgeklügelte Schlafposition hast schleudert es dich in der Koje von einer Ecke in die nächste. Es ist kaum ein Tanker oder Frachter in Sicht, geschweige denn andere Segler. Totale Einsamkeit. Das einzige, was du die Tage auf See siehst ist der Horizont. Und wenn es die Wolken zulassen, einen wahnsinns Sternenhimmel, wie man ihn nirgendwo an Land je sehen wird. Die Abendstunden haben eine ganz besondere Atmosphäre. Wenn sich der Himmel langsam färbt und du die Sonne bis zu ihrem Verschwinden ins Meer beobachten kannst, kommt eine unglaubliche innere Zufriedenheit auf. Egal wie straff der Tag davor war, wie müde und ausgelaugt du bist, diese Minuten entschädigen für alles.Wir haben eine lange Dünung. Die Wellen sind ca. vier Meter hoch und 50 Meter lang. Die Wolken ziehen kaum. 3000 Meter Wasser liegen unter uns, und ein Vielfaches davon um uns herum.

Am dritten Tag in der Biskaya werden wir von einem uns überfliegenden Düsenjet geweckt, der auf gefühlten 5 Meter Höhe über dem Mast vorbeischoss und alles an Bord zum vibrieren brachte. Nach der ersten Aufregung und bei 3 Meter Welle gekochtem Rührei mit Speck und warmen Brötchen (die erste warme Mahlzeit nach Zwieback, Apfelmus und anderem Trockenzeug) haben wir unseren, in zwischen schon zur Routine gewordenen, Rhythmus wieder aufgenommen. Langsam merkt man, dass wir uns den südlicheren Gefilden nähern. Die Temperaturen steigen, die Wolken werden weniger, nur Welle und Wind werden mehr. Die erwartete Strömung entlang der Tiefenkante aus der Bucht der Biscaya wird stärker, die Wellen werden größer und kürzer und der Wind ist auf knapp über 20 Knoten angestiegen. Mit knapp über 7 Knoten und im dritten Reff (kleinste Segelfläche) nähern wir uns unserem gesetzten Wendepunkt WP2bBrLaCo. Der Wind weiterhin aus West, insgesamt also für uns bisher sehr gute Bedingungen.

Inzwischen sind wir in Spanien, standesgemäß wird die Gastlandflagge gehisst, die französische runter, die spanische rauf. Die Sonne nähert sich inzwischen schon wieder dem Horizont, es ist angenehm warm. Die heißen Nudeln sind ein Hochgenuß, dazu spanische Musik, das Ziel war nun endlich in überschaubarer Entfernung. Und plötzlich, in diesem sowieso schon perfekten Moment, springen zwei Delphine vor unserem Boot vor der untergehenden Sonne weit aus dem Wasser und begleiten uns ein kurzes Stück. Da musste ich tatsächlich mal kurz ein lautes "yeeeeha" von mir geben. Dann 21 Uhr, der Mond geht langsam auch unter, klarer Sternenhimmel, der erste Leuchturm ist sichtbar, Kursänderung auf Kurs 180 Grad. Jans Worte “haltet Euch fest” waren mehr als berechtigt. Von nun an ging ein genialer Wahnsinsritt los, der 3 Stunden dauern sollte. Der Wind stieg auf bis zu 27 Knoten an, Flying Polaris approaching La Coruna! Wir durchpflügten das Wasser regelrecht. Regelmässig spühlten uns die Wellen durch und die Zeit verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Erst als wir langsam in die schützende Bucht von La Coruna fuhren, nahmen dann Wellen und Wind langsam ab. Was folgte war ein Lichtermeer und eine laaaange Hafeneinfahrt in den Yachthafen. Mit viel Geduld und Können lotste uns Jan durch, so dass wir dann um 4.30 Uhr festmachten. Hundemüde, geschafft, aber unglaublich stolz und glücklich, haben wir dann bei einem Glas Wein nochmal unseren Schlag durch die Biscaya Revue passieren lassen: 357 Seemeilen, 56 Stunden, 6,4 Knoten Durchschnitt und nach Jochens GPS Gerät ein neuer Geschwindigkeitsrekord für die Polaris: 14,3 Knoten über Grund.
Am Donnerstag war erstmal Ausschlafen angesagt. Dann ging es unter die wohlverdienten und wirklich notwendigen Duschen. Während Gero sein Frühstück im Hafencafe einnahm, frühstückten die anderen an Bord. Der Tag verging mit Reinschiff aber nicht nur für das Boot, sondern auch für Skipper und Crew. Das Ölzeug musste vom Salz befreit werden, einfachste Lösung, siehe Bild ;)

Desinfektion :D

P.S. Ich  hänge mit dem Schreiben etwas hinterher, inzwischen sind wir in der Nähe von Vigo...

08Sept
2013

Brest

Eine sommerliche und aufgabenreiche Woche in Brest geht heute zu Ende. Das Deck wurde in mühsamer Handarbeit poliert, so dass es jetzt glänzt wie eine Speckschwarte. Der Hydrogenerator (Stromerzeugung durch Wasserströmung), ein neues Funkgerät und ein neues ICOM Gerät (Empfang von Wetter und anderen aktuellen Informationen auf See) wurden eingebaut. Geputzt und aufgeräumt sowieso. Zwischendurch haben wir uns im Umkreis etwas umgesehen. Ein toller botanischer Garten und ein ebenso tolles Meeresaquarium, Bildung pur ;)

 

. ...

 

Seit gestern Abend ist die neue Crew an Bord, Jochen, Gero und Olli. Inzwischen wird schon wieder geplant und gerechnet, damit uns auf der Überquerung der Biskaya nichts überrascht. Das Wetter sieht bisher ganz gut aus, Dienstag Nacht könnte es etwas scheppern, dürfte aber nach der Nordsee zu verkraften sein. Ca. 350 Seemeilen stehen uns bevor, 3-4 Tage sind geplant. Morgen früh gehts los!

die geplante Route

29August
2013

Channel Islands-Brest

Nach langer Planung und Berechnung, haben wir uns dazu entschieden, die Kanalinsel Guernsey anzulaufen. Dort sind wir ohne Zwischenfälle wohlbehalten angekommen. Unterwegs hatten wir zur Freude aller mal wieder Besuch von einem Schweinswal und ich hab ihn sogar vor die Linse bekommen! Mit einem Tag Aufenthalt auf Guernsey hatten wir auch die Chance uns etwas von der Insel anzusehen und das erste Mal baden zu gehen. Ich muss gestehen, ich war nur mit den Füßen drin ;)

Unten findet ihr noch ein kleines Filmchen, was ich von der Etappe London-Portsmouth erstellt hab :)

Aussicht genießen Besuch Die Polaris im Hafen von Guernsey Im Norden von Guernsey traumhafter Strand bei Niedrigwasser Die Crew Glasklares Wasser :)

Die Crew ohne SkipperAbfahrtsvorbereitungen in GuernseyOhne Worte

Von Guernsey aus, ging es nach Frankreich. Geplant war einen Hafen vor Brest anzulaufen. Jedoch setzte in der Nacht gegen 1 Uhr so starker Seenebel ein, dass man den eigenen Bug kaum noch sehen konnte. Wir mussten die Geschwindigkeit auf 2 Knoten drosseln. Radar an und mit höchster Aufmerksamkeit Stück für Stück durch den Nebel schleichen. Die nasse Kälte kroch in alle Ritzen und bildete inzwischen Tropfen überall wo es möglich war. Das Meer war spiegelglatt, es war stockduster und es herrschte Totenstille. Komische Stimmung. Ein Schiff erschien nicht auf unserem Radar, der funkte uns dann an und fragte höflich nach, ob wir denn nicht den Kurs ändern wollen zwecks Kollisionsvermeidung. Einen fremden Hafen bei Nacht anzulaufen erschien uns als zu riskant bei dieser Sicht und wir entschieden bis nach Brest durchzuziehen. Also Schichtwechsel alle 4 Stunden. Der Nebel wurde nicht weniger. Als ich nach meinem Nickerchen wieder an Deck kam, es war inzwischen hell, hatte ich eigentlich mit strahlendem Sonnenschein gerechnet. Nix war. Außer an dem Umgebungslicht hatte sich nichts geändert. Und wir zuckelten immer noch mit Minimalgeschwindigkeit. In dem Tempo würden wir nichtmal Brest am gleichen Tag erreichen. 

Beste Sicht

Gegen Mittag dann ein kleiner Hoffnungsschimmer, man sah Ansätze einer Sonne zwischen dem Dunst. Die verschwand aber immer wieder. Irgendwann hatte der Nebel dann endlich verspielt und wir sahen erst ein paar Schiffe in "weiter" Entfernung und dann irgendwann auch Land. Schwups, herrschte wieder beste Laune an Bord. 

Brest war nun auch nicht mehr weit und eine tolle Landschaft sorgte für den Rest :)

Bei uns schlägt der Sandmann öfter auch mal tagsüber zu... Französische Küste Frankreich

Link zum Video: http://www.vidup.de/v/0IlgU/

 

 

Bis 7.9. sind wir in Brest, Sonntag reisen Ronny und Gabor ab und dann haben wir eine Woche "Leerlauf". Klingt entspannt, wird aber mit Arbeit gefüllt werden, an der Yacht ist viel zu erledigen. Wir haben uns aber 2 Tage Freizeitvergnügen fest vorgenommen ;)

25August
2013

Themse-Brighton-Portsmouth-Portland

Über die letzten Tage gibt es relativ wenig zu berichten. Es ist einfach mal nichts schlimmes passiert ;) Wir hatten hauptsächlich gutes Wetter und auch endlich mal Zeit etwas zu entspannen. In Brighton gab es natürlich einen kurzen Ausflug zum bunt beleuchteten Brighton Pier (wem das nichts sagt, ein Rummel auf der Seebrücke), dort war allerdings 22 Uhr Feierabend, also ist Achterbahnfahren ausgefallen. Von Brighton gings am nächsten Morgen nach Portsmouth, genau genommen nach Gosport. Nach einem Hafentag (=Putztag) kam die neue Crew, bestehend aus Ronny und Gabor, an Bord und Jenny musste uns leider verlassen. Wir landeten in einem echt englischen Pub, leute krabbelten über Tische, alle waren gut betrunken. Eine Engländerin setzte sich zu uns an den Tisch und fragte was wir ausgerechnet in diesem Pub machten, alle die hier sind würden bereits am frühen Morgen trinken. Bestätigte unseren Eindruck. Aber es hatte was, ungeschminkte Athmosphäre. Heute ging es bei bei herbstlichem Wetter los. Trüb, leichter Nieselregen und kalt. Aber der Wind stand gut. Nach 2-3 Stunden auf einmal blauer Himmel und Sonne. Konstante 3-4 Knoten Wind, kaum Welle, die Tour führte an einer tollen Kulisse vorbei. Spannend wurde es kurz, als wir vor einer Landspitze zwischen völlig aufgewühlten Wellen mit extremer Strömung landeten. Aus Sicherheitsgründen den Motor an, Vollgas und mit 12 Knoten durch. Kurz vor Portland, unserem Zielhafen schlug dann auch das Wetter um. Es bewölkte sich wieder, hinter uns sah es stark nach Regen aus. Gutes Timing. Alles in allem hatten wir heute unseren bis jetzt schönsten Segeltag. Hoffentlich lässt sich daran anknüpfen! 

Inzwischen sitzen wir unter Deck und planen und überlegen ob wir morgen die Kanalinseln anfahren oder nicht. Dort herrscht extreme Strömung und starke Gezeiten. Wir hätten ein Zeitfenster von einer Stunde (zwischen 19-20 Uhr) um in den Hafen einzulaufen und selbst in dieser Zeit könnte sich das Ganze spannend gestalten... Ich werde berichten wie wir uns entschieden haben :)

P.S. Kommentiert doch mal fleißig, mich interessiert, wer hier alles mitliest ;)

 

 

21August
2013

Themse-London-Themse

Die Themse hinein am 19.08. in Richtung London. Unglaublich ekelhaftes Wasser, überall Fabriken am Rand des Flusses, alle paar Meter zog uns ein anderer chemischer, undefinierbarer Geruch in die Nase. Nach den Tagen auf See ein regelrechter Kulturschock. Etliche Stunden schipperten wir durch das kurvenreiche, braune Wasser. Trotzdem war das schöne Gefühl da, das wir unserem Ziel nun endlich zum Greifen nah waren. Das Gefühl steigerte sich, als wir in der Ferne die ersten Hochhäuser der Stadt sahen. Noch mehr, als wir den Nullmeridian am Rande der Stadt überquerten. Dafür hatte Jan uns auch gleich ein kleines Gläschen vorbereitet, ich machte schnell noch London Calling von The Clash an und der Moment war perfekt. Am Bord herrschte eine Stimmung, als hätten wir gerade Amerika entdeckt. Ich setzte mich auf den Bug, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und die letzten Tage Revue passieren. Vielleicht wäre jetzt die Freude nur halb so groß, wenn wir einen entspannten, ereignislosen Törn gehabt hätten. Ist es nicht viel schöner ein Ziel zu erreichen, wenn man dafür Hindernisse erfolgreich überwunden hat, als es ohne Herausforderungen vor die Nase gesetzt zu bekommen?

Ein unglaubliches Glücksgefühl (und ja, ich muss gestehen eine leichte Gänsehaut) als die Tower Bridge vor uns auftauchte. Geschafft. Vor einer wunderschönen Kulisse das Ziel erreicht. So richtig glauben konnte es irgendwie noch keiner. Erst als wir in den St. Katherine Docks direkt an der Tower Bridge festmachten und alles geordnet war, kam das Gefühl angekommen zu sein. Und wir nahmen uns die Zeit das zu genießen. Ein toller Hafen, ein bisschen vergleichbar mit Venedig, viele kleine Hafenbuchten inmitten der Häuser, getrennt durch hochklappbare Fußgängerbrücken. Und es schien, als wären wir das absolute Highlight. Einige Leute fotografierten uns, andere fragten interessiert nach, einer wollte um jeden Preis mit uns mit segeln. Er hätte glaube ich alles dafür getan :)

Nach einer Genussdusche in den mondänen Bädern des Hafens (hier hatte man keine Duschkabinen, sondern eigene vollausgestattete Bäder, wie sie manch einer nicht zu Hause hat), die auch dringend nötig war, ging es auf Erkundungstour. Die Stadt ist laut, hektisch und voller Menschen und Lichter. Was man sonst nicht anders kennt, war auf einmal so ungewohnt. Wir endeten, wie sollte es anders sein, im ältesten Pub Londons. Ein leckeres Essen und ein paar englische Getränkespezialitäten und dann mit der U Bahn zurück. Erholung und Pause vorbei, der Plan für den nächsten Tag musste besprochen werden. Am nächsten Morgen wurde die Polaris von uns generalüberholt. Sämtliche bewegliche Teile an Deck waren nun durch das Salz nicht mehr beweglich, unter Deck sah es auch nicht gerade nach Krankenhausathmosphäre aus. Also putzen, putzen, putzen. War letzten Endes schnell gemacht. Jan wurde noch schnell auf den Mast hochgezogen um nach dem Rechten zu sehen und genoss bestimmt die Aussicht auf über 25 Metern Höhe. Matze wurde von uns verabschiedet und Jenny eingewiesen. Los gings mit einkaufen. Es artete dann doch fast in Shopping aus, da der englische Supermarkt wirklich einiges zu bieten hatte. Allerdings auch zu gesalzenen Preisen, so dass wir uns fragten, wie sich die Engländer wohl ernähren.

13 Uhr dann Leinen los, Abschied nehmen. Es war ein kurzes Vergnügen, denn wir hatten nun Zeit wieder gut zu machen. Nach dem Gewusel in London, war es irgendwie schön wieder auf der Yacht zu sein. Ruhe zu haben und sich alles aus der Ferne ansehen zu können. An der Mündung der Themse legten wir den Anker und ließen in es uns mit einem leckeren Abendessen, einem englischen Mitbringsel (Jenny und ich hatten uns Cider gebunkert), einem schönen Sonnenuntergang und Musik gut gehen. Es war schön inmitten des Wassers zu treiben und die Lichter der Stadt am Rande nur aus weiter Ferne zu sehen. Als ich in der Koje lag und das schwanken des Bootes spürte überlegte ich kurz, ob ich wohl je wieder in einem fest stehenden Bett schlafen könnte. Der Anker löste sich über Nacht erneut, da die Strömung kippte und wir waren fast eine Seemeile abgetrieben, als ich das laute Piepen des Alarms registrierte. Also früh um 3 Uhr alle anziehen und raus. Es war schweinekalt, wenn ich das mal so sagen darf... Der Ankerwinde anscheinend auch, sie wollte nicht mehr. Also die 25 Meter Ankerkette mit dem 25 Kg schweren Anker per Hand, noch im Halbschlaf hochziehen. Irgendwann ließ sich auch die Winde wieder zum funktionieren überreden, 1 ½ Stunden später hatten wir dann unseren alten Ankerplatz wieder uns konnten völlig durchgefroren wieder schlafen gehen. Nach einem schönen Frühstück (danke an Jenny und Jan dafür, ich bin nicht aus dem Bett gekommen) ging es hinaus in Richtung englische Küste. Fabelhaftes Wetter, blauer Himmel, Sonne, 28 Grad und spiegelglattes Wasser. Nur leider wieder den Wind von vorne. Das erste mal, seit wir los sind, konnte ich mich im Bikini in die Sonne legen. Der Tag war Balsam für die Seele. Fotos folgen! :)

 

 

Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe, es ist die lebende Unendlichkeit. (Jules Verne) 

19August
2013

Cuxhafen-Den Helder-Lowestoft-London

Nordsee ist Mordsee, ich habs nie geglaubt, nun bin ich davon überzeugt.

Los gings in Cuxhaven mit dem Strom in Richtung offene See, das Wetter ließ wie immer zu wünschen übrig, es regnete und wir hatten den Wind von vorne. Es hatten sich ordentliche Wellen aufgebaut (das dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt noch, im Nachhinein war das nichts). Der Wachplan stand, Schlaf war fast nicht eingeplant. Elvira hat es dann leider erwischt, sie wurde Seekrank und verbrachte die nächsten Tage fast komplett unter Deck. Also mussten wir 36 Stunden Fahrt zu dritt bewältigen, das ging an die Substanz. Zwei Leute an Deck, einer am Steuer, einer zur Navigation und meist waren wir dann doch zu dritt. Nach zwei Tagen und einer Nacht beschlossen wir in Den Helder einen Stop einzulegen. Zum einen wegen Elviras gesundheitlichen Zustand, zum anderen weil auch unsere Körper langsam anfingen zu streiken. Es fiel mir zunehmend schwer, die Augen offen zu halten, von Spannkraft ganz zu Schweigen. Während der Anfahrt auf den Hafen, kam langsam wieder gute Laune auf, Erleichterung war zu spüren und auch Elvira gesellte sich wieder zu uns. Es kreuzt uns ein Surfer, Jan schaltet den Motor in Leerlauf, lässt den Surfer vorbei, kuppelt wieder ein, gibt Gas und nichts tut sich. Wir kommen nicht mehr voran. Hin und her probiert, Motor untersucht, keine Lösung gefunden. Also blieb uns nur die Möglichkeit, die Küstenwache zu rufen. Unter Segel wäre es unmöglich gewesen in den Hafen zu kommen. Die Küstenwache kam relativ flott und schleppte uns in den Hafen (unter den Augen einiger Schaulustiger). Die Einfahrt in den Yachthafen war schmal und die Strömung kam von der Seite. Der Schlepper entschied sich im letzten Moment die Einfahrt abzubrechen und lenkte so stark ein, dass wir den Wind voll von der Seite hatten. Jetzt drückte es uns gnadenlos auf die Hafenmauer zu. Im letzten Moment gelang es Matze einen Fender zwischen uns und die Mauer zu halten, nicht auszumalen was passiert wäre, wenn wir da ungebremst gegen gescheppert wären. Nach der Aktion entschieden sich die Helfer dafür uns in den Marinehafen zu bringen. Wir machten an einem großen Tanker fest. Hilfsbereit wie die Holländer sind, organisierten sie uns gleich einen Taucher für den nächsten Morgen, wir vermuteten, dass wir etwas in der Schraube hatten. Die heiße Dusche und vor allem endlich schlafen zu können tat mehr als gut. Der Taucher kam am nächsten Morgen um 7:30 Uhr und stellte schnell fest, dass die Schraube schlichtweg nicht mehr da war. Wir hatten Gott sei dank noch eine alte dabei, die er uns netterweise gleich unter Wasser anbaute. Elvira entschied sich uns zu verlassen, da sie ihren Flug aus London nicht mehr schaffen würde. Da warens nur noch drei. Tanken, Wasser auffüllen um 21 Uhr gings weiter. Ziel London, noch ein ungeplanter Stop war zeitlich nicht mehr drin. Der Wachplan wurde noch eine Nummer straffer. Wir waren trotzdem höchst motiviert und freuten uns auf den Moment endlich die Tower Bridge vor uns zu sehen. Nach der ersten Nacht nahm der Wind von Stunde zu Stunde zu. 14 Uhr hatten wir permanent zwischen 25 und 30 Knoten mit noch stärkeren Böen. Die Wellen bauten sich auf 3 Meter auf, klingt erstmal nicht viel, ist aber doppelt so hoch wie unser Schiff. Und sie kamen gnadenlos von der Seite. Da die neue Schraube gegen die Wellen und den Wind kaum ankam, waren wir gezwungen unter Segel weiterzufahren. Wir verkleinerten die Segelfläche so stark wie möglich. Jan hatte in der Nacht vorher gar nicht geschlafen, war bei diesen Bedingungen allerdings der einzige von uns, der eine Chance hatte das Boot unter Kontrolle zu halten. Mit einer Schräglage von teilweise 40°-50° ging es durch die Wellen. Die Böen drückten uns auf die Seite, die Wellen taten das Übrige dazu. Die eine oder andere suchte sich den Weg quer über das Boot, statt drunter durch. Das waren dann nicht nur ein paar Spritzer, das war eben als ob du von einer Welle erwischt wirst. Nass, sehr nass. Ich war inzwischen doppelt angeleint, aus Angst, weggespült zu werden. Richtig böse wurde es dann als die Dämmerung einsetzte (da waren wir bereits 6 Stunden bei diesen Bedingungen unterwegs). Es wurde kälter und man sah die Wellen nicht mehr rechtzeitig kommen. London rückte immer weiter in die Ferne, wir planten erneut einen Zwischenstop. Bis zum Land waren es zu diesem Zeitpunkt trotzdem noch einige Stunden. Und das Wetter sollte sich nicht bessern. Freude kam auf, als endlich Land in Sicht war. Aber wie sagt man so schön: Wenns kommt, dann richtig.

Beim Anlaufen des Hafens hatten wir Probleme uns zu orientieren. Die Betonnung war lange nicht so eindeutig wie in deutschen Gewässern, es war stockfinster und wir hatten extreme Strömung. Matze kontaktierte über Funk die Hafenkontrolle um nachzufragen, wie wir in den Hafen einlaufen sollten. Das Wasser war stellenweise extrem flach (90cm und weniger unterm Kiel), sodass Jan langsam nervös wurde. Die Informationen, die wir über Funk bekamen waren nicht eindeutig genug, es dauerte zu lange, bis man unseren Standort ausfindig gemacht hatte. Jan manövrierte uns vorsichtig an den Untiefen vorbei (insofern sie auf der Seekarte erkennbar waren) bis auf einmal über Funk die Durchsage kam, dass wir dringend nach Norden abdrehen müssen, da wir direkt auf eine Sandbank zufahren und durch das ablaufende Wasser der Puffer unterm Kiel immer weniger wurde. Auf dem Navigationsgerät waren die Untiefen ungenau eingezeichnet und schlecht zu erkennen, von einer Kennzeichnung auf dem Wasser ganz zu schweigen. Wir drehten ab, während bereits die Küstenwache über Funk zugeschaltet war um uns den Weg zu weisen. Durch die Strömung drifteten wir beim drehen ab, plötzlich gab es einen Ruck und noch einen und wir standen. Das war einer von diesen Momenten. Herzstillstand und du denkst das wars. Meldung an die Küstenwache um ca 1:30 Uhr, wir sind auf Grund gelaufen. Nach den letzten Tagen fängt man dann an, sich zu fragen, ob das nicht ein Zeichen ist. Jan versuchte das Boot irgendwie wieder in Bewegung zu versetzen, immer wieder vor, zurück, vor zurück und immer wieder diese furchtbare Geräusch des Kieles, der sich in den Sand bohrt. Ich weiß nicht wie, aber er hat es geschafft, wir waren auf einmal wieder frei. Die Küstenwache gab durch, dass wir uns nun auf dem richtigen Kurs befinden und gefahrlos in den Hafen einlaufen können. Die Anspannung ließ allerdings nicht nach, die Einfahrt war wieder extrem schmal, die Strömung drückte mit voller Wucht von der Seite. Jetzt gabs allerdings kein zögern mehr, ein Versuch und der musste sitzen. Und der saß. Wir bekamen netterweise einen unkomplizierten Liegeplatz zugewiesen. Nachdem das Boot endlich fest war, mussten wir alle drei erstmal Luft holen. Inzwischen 2:30 Uhr Ortszeit (3:30 Uhr unserer Zeit) räumten wir kurz das nötigste Zusammen, werteten die letzten paar Stunden aus und waren vor allem Erleichtert, dass alles doch so „gut“ ausgegangen ist. Tiefschlaf folgte.

 

Am nächsten Morgen hatten wir wieder Energie getankt und starteten gut gelaunt und motiviert in den Tag. An der englischen Küste entlang in Richtung Süden ging es gemütlich und bei verhältnismäßig gutem Wetter in Richtung Themse. Zur Freude aller ließ sich unterwegs ein Schweinswal blicken und ein herrlicher Sonnenuntergang entschädigte uns für die letzten Tage. Gegen 22 Uhr erreichten wir die Mündung der Themse und ankerten dort, da man bei Nacht die Themse nicht befahren darf. Irgendwann Nachts gab auf einmal die Ankerkontrolle Alarm, wir hatten uns blitzschnell versammelt. Ein Tanker fuhr einige Meter dicht an uns vorbei, der Anker schien sich gelöst zu haben uns wir waren abgetrieben. Also mehr Kette gegeben und Jan übernahm die Ankerwache. Nicht weiter wild, dank der Technik, aber ruhig schlafen konnte ich dann trotzdem nicht mehr. 4:30 klingelte der Wecker. Bis die Männer tatsächlich wach waren, war es 7:30 Uhr. Im Sonnenschein sind wir gerade unterwegs die Themse hinein in Richtung London.

Man kann die Stadt schon sehen, Vorfreude!!!


13August
2013

Brunsbüttel-Cuxhaven

Gestern ging es um 6 aus Brunsbüttel los, also wieder ab in die Schleuse und dann hinaus in Richtung Nordsee. Wir hatten starke Strömung von hinten, sodass wir viel früher als geplant in Cuxhaven waren. Das einlaufen in den Hafen war jedoch vorerst unmöglich, da durch das stark ausströmende Wasser in Richtung Nordsee die schmale Einfahrt nicht passierbar war. Also hieß es warten, bis die Strömung kippt. Nach ca. 1 Stunde hatten wir genug vom warten und beschlossen (nach intensiver Beobachtung der Einfahrttechnik anderer Boote) mit einer neuen Taktik den nächsten Versuch zu starten. Einen kurzen Moment stieg der Adrenalinspiegel ins unermässliche, weil deutlich zu spüren war, wie die Yacht in Richtung Hafenmauer gedrückt wurde. Mit viel Schwung ging dann aber alles gut, kurze Atempause und dann einen Platz im Hafen suchen. Abends ging es gemeinschaftlich Tapas essen, es war lecker, konnte aber nicht mit den Kochkünsten unserer Elvira mithalten ;)

Landgang und gleich Freunde gefunden ;) Die Polaris wartet aufs Schleusen in Brunsbüttel

Heute früh um 7 raus, Vorbereitungen treffen, der Plan war zur 3 tägigen Non-Stop Tour nach London zu starten. Das Wetter machte uns allerdings erneut einen Strich durch die Rechnung. Zu starker Wind und angekündigte Gewitter würden die Tour zu riskant machen. Also viel die Entscheidung noch einen Tag im Hafen verbringen. Zu erledigen war noch genug, Langeweile kam also nicht auf. Das Wetter hat uns heute im Laufe des Tages übrigens bewiesen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten.

 

11August
2013

Laboe-Brunsbüttel

Guten Abend aus Brunsbüttel,

 

heute ging es durch den Nord-Ostsee-Kanal. Das brachte einige Erlebnisse mit sich. 13 Uhr erreichten wir die Schleuse, dort mussten wir einiges an Wartezeit in Kauf nehmen, bis sich die Schleuse öffnete und wir freie Fahrt hatten. Mit einigen anderen Schiffen ging es unter Motor los. Der Zeitplan stimmte, bis wir wegen einigen großen Frachtschiffen erneut lange Zeit warten mussten. Im NOK gibt es „Ausweichstellen“ an denen die Frachter im Gegenverkehr aneinander vorbei kommen, während dieser Zeit darf aus Sicherheitsgründen kein anderes Schiff in den Bereich einfahren. Da sich an dieser Stelle nicht wie zuerst erwartet 2 Schiffe trafen, sondern etliche mehr, dauerte das Prozedere eine ganze Weile. Letztendlich fassten wir den Beschluss uns durch die zum Teil stehenden und zum Teil treibenden Riesenkolosse (selbstverständlich nachdem die Leuchtmakierungen uns die Erlaubnis gaben) durchzuschlängeln.Als wäre das nicht Adrenalin genug, setzte sich der letzte Frachter, als wir gerade an ihm vorbei waren ca. 50 Meter hinter uns langsam in Bewegung. Kein schönes Gefühl, wenn unzählige Tonnen die das eigene Schiff um viele Meter überragen plötzlich die Verfolgung aufnehmen und man selbst schon so gut wie mit Vollgas unterwegs ist. Wir fragten uns, ob wir schlichtweg nicht gesehen wurden, was bei unserer Größe kein Wunder gewesen wäre. Also blieb uns nur noch ein schnelles abdrehen in Richtung Ufer übrig. „Alexander B“ schob sich mit einer großen Bugwelle scheinbar mühelos an uns vorbei. Durchatmen, wir waren aus dem schlimmsten raus. Allerdings hat uns diese Aktion erneut viel Zeit gekostet. Ärgerlich. Nun mussten wir um Erlaubnis bitten, weiter fahren zu dürfen, da man den NOK nur am Tage befahren darf (Sportschifffahrt). Die Zuständigen waren sehr entgegenkommend und gaben uns das Ok. Und es regnete wieder in vollen Zügen, es wurde trüb, dunkel und kalt-Herbstfeeling kam auf, Ermüdung setzte ein, wir schipperten bei gleichmäßiger Geschwindigkeit seit 7 Stunden mehr oder weniger geradeaus. Die einzige Abwechslung boten die Fähren, die es ab und an zu kreuzen galt.

Im Dunkeln erreichen wir das riesige, unüberschaubare Hafengelände. Nachdem wir den Yachthafen zwischen den kreuzenden Fähren und Frachtern ausfindig gemacht haben, konnten wir uns nach einigen Verständigungsschwierigkeiten an einer polnischen Yacht festmachen. Elvira zauberte mal wieder ein feines Abendessen, und nun geht’s in die Kojen. Morgen früh um 6 Uhr ist Abfahrt in Richtung Cuxhafen, wo wir die lange Überfahrt nach London vorbereiten.  

P.S. Nochmals der Hinweis: genaue Route und Standort unter http://www.vesselfinder.com/?mmsi=211341030#

Warten aufs Schleusen... Der Koloss setzt sich in Bewegung ...und kommt näher

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